Radiale extrakorporale Stoßwellentherapie (rESWT)

In den 80er Jahren wurde Stoßwelle das erste Mal erfolgreich zur Therapie von Nierensteinen eingesetzt. 7 Jahre später fanden Untersuchungen zum Einsatz von Stoßwellen bei gestörter Knochenheilung statt. Seither wird diese Therapieform auch bei Sehnenbeschwerden (Tendinopathien), chronischem Schmerz und verzögerter Knochenheilung angewandt.

Bei der Stoßwellentherapie werden von außen, d.h. nicht invasiv, akustische Druckimpulse gezielt auf bestimmte Körperregionen appliziert. Diese Druckimpulse breiten sich im Gewebe strahlenförmig als Welle aus.
Gelangen mehrere Wellen hintereinander in das Gewebe, findet eine Überlappung dieser Wellen statt. Eine Stoßwelle ist entstanden.

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Die Effekte, welche mit der Stoßwelle erzielt werden können, sind vielfältig.
Eine Vielzahl an Studien belegen folgende Effekte:
• Anregung der Blutzirkulation
• Lösen von Verkalkungen und Verklebungen (Fibrosen)
• Anregung der Zellneubildung (Proliferation) zu Sehnenregeneration
• Verstärkung der Neubildung von Blutgefäßen (Neovaskularisation)
• Schmerzdämpfung

Mit der Stoßwellentherapie sind im Allgemeinen durchweg positive Ergebnisse zu erzielen.
Folgende Indikationen lassen sich erfolgreich behandeln:
• Kalkschulter (tendinitis calcarea)
• Sehnenreizungen der Schulter
• Tennisellenbogen (epicondylitis lateralis)
• Achillessehnenbeschwerden
• Myofasziales Schmerzsyndrom/Triggerpunkte
• Fersensporn (Plantarfaszitis)
• Reizung der Kniescheibensehne (Jumper`s knee, Runner`s knee)

Die Anzahl der Behandlung wird individuell und je nach Beschwerdebild bestimmt. Richtwert sind ca. 3-5 Behandlungen. Die Stoßwellentherapie kann sowohl zusätzlich zur Physiotherapie, wie auch unabhängig von anderen Therapien angewandt werden.
Oft bietet diese Form der Behandlung auch gute Heilungschancen bei langwierigen Beschwerden, die mit konservativer Therapie nicht lösen sind.

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